Nürnberg – Ksar Ghilane

Nun kommen wir zur Anreise….

Nürberg – Genua = ca. 585 Kilometer!
Wir sind am 14.03.08 um 12.40 Uhr aufgebrochen.

Dank freier Autobahnen haben wir dann gegen 17.00 Uhr die Grenze zu Österreich passiert !!
Das Wetter war nicht das Beste, aber wir waren ja in der Vorfreude auf die sonnige Wüste, sodass es uns nicht weiter gestört hat !!!

Die Berge hinter Wolken versteckt
Die Berge hinter Wolken versteckt

18.40 Uhr hatten wir dann den Brenner hinter uns…
19.45 Uhr waren wir an Trento vorbei
20.10 Uhr hatten wir dann den Gardasee passiert
20.40 Uhr waren wir an Brescia vorbei
22.45 Uhr hatten wir noch ca. 50 Kilometer bis nach Genua

Und jetzt kommt es……

Da wir „zu spät waren “ konnten wir nicht mehr in den Hafen von Genua einfahren, da dieser um 22.00 Uhr geschlossen wird.
Einfach TOLL !!! Das heißt, wir mussten auf den Fahrersitzen des Pick Up pennen !!Da war bei mir mit meinen 1,92 cm Körperlänge natürlich nicht viel zu machen !!!
Also so hatte ich mir das nun nicht vorgestellt, aber was sollte ich machen !!!

Tanken irgendwo in Italien
Tanken irgendwo in Italien

Am nächsten Morgen, unausgeschlafen, mit schmerzenden Knochen fuhren wir die letzten Kilometer in Richtung Hafen, wo wir von „Steini“ ( Veranstalter der Rallye ) erwartet wurden….

Ankunft im Hafen von Genua
Ankunft im Hafen von Genua

Wir haben uns dann in die Schlange der Wartenden eingereit….. War ja ne Menge los….
Interessant waren auch die ganzen tunesischen Privatimporteure mit ihren Fahrzeugen !!
Sowas hab ich in meinem Leben noch nicht gesehen !!!

Hier mal ein paar Impressionen…

Bodenfreiheit braucht man nicht !!!
Bodenfreiheit braucht man nicht !!! 
...na ein wenig geht doch noch rauf.....
…na ein wenig geht doch noch rauf…..
... von vorne ...
… von vorne …
... und hinten ....
… und hinten ….

Ist echt schon erstaunlich, wie man sein Auto so beladen kann !!!

Wir verbrachten nun den Tag in der Warteschlange und nutzten auch mal unseren mitgeführten Grill, da in der gesamten Abfertigungszone nicht ein Geschäft war !!!!!

Unsere Küche haben wir immer dabei ...
Unsere Küche haben wir immer dabei …

Andere, die in der Schlange standen waren da ein wenig besser ausgerüstet !!!

Gut ausgestattet lebt es sich eben besser
Gut ausgestattet lebt es sich eben besser

Naja, was soll’s….. als Rallye-Veranstalter muß man seinen Jungs und Mädels ja auch was bieten……
Der Tag zog sich so hin, bis unsere Fähre, die “ Carthage“ endlich in den Hafen einlief ….

" Carthage "
“ Carthage „

Nach unendlich langem Warten, so kam es mir jedenfalls vor, konnten wir uns endlich in die Schlange zum Beladen stellen… Was dann auch zügig von statten ging……

Warten in der Schlage
Warten in der Schlage
... endlich im Bauch des Schiffes angekommen...
… endlich im Bauch des Schiffes angekommen…

Nun waren wir endlich an Bord und haben erst einmal unsere Kabine gesucht…
Ich war natürlich hoch erfreut, dass wir jetzt ca. 24 Stunden auf dem Schiff verbringen !!
Warum ?? Naja, ich bin nicht seefest. So lange, wie ich an Deck bin, komme ich mit jedem Wetter und Seegang klar. Sobald ich aber unter Deck gehe, ist es mit dem Wohlgefühl bei mit vorbei !!!
Dann hoffe ich mal, dass es keine unruhige Nacht wird und ich ein wenig schlafen kann !!!!

Puuuuh, ich konnte schlafen !! Wir hatten ruhige See !!!
Ich bin aber trotzdem sehr früh wach geworden !!! Also duschen, anziehen und erstmal raus auf des Deck……
Das Wetter hat sich in der Nacht nicht geändert, wie man auf den Bildern sehen kann !!!!

Blick nach vorne
Blick nach vorne
Blick nach hinten
Blick nach hinten

Und hier noch mal ein Foto von mir…. nicht dass ihr denkt, ich hab die Bilder alle nur „geklaut“ !!!

Den Tag über haben wir auf dem Schiff einfach nur rumgehangen, bis „Steini“ plötzlich mit so komischen Zetteln an kam, die wir ausfüllen sollten.
Mmmmh, mein Englisch ist „weltklasse“ !!! Aber irgendwie hab ich es dann geschafft, die Zettel auszufüllen. Das waren bei uns insgesamt 8 Zettel !!!
Für jedes Fahrzeug ein Zettel. Da mußte alles rauf…Fahrzueghalter, Versicherung, Fahrer, Nummer der grünen Versicherung usw. usw.
Was die alles wissen wollten !!! Man, man, man…..
So verging die Zeit und der Hafen von Tunis kam so langsam in Sichtweite…

Hafen von Tunis durch die Brücke aufgenommen
Hafen von Tunis durch die Brücke aufgenommen
Hafeneinfahrt von Tunis
Hafeneinfahrt von Tunis

Nachdem wir dann angelegt hatten ( was bestimmt noch ne Stunde gedauert hat ) konnten wir dann endlich das Schiff verlassen !!! Man wär ich doch bloß drauf geblieben !!!!!

Wie ich eingangs ja schon geschrieben hatte, bin ich als Helfer bei der Tour mitgefahren. Nun stellte sich aber heraus, dass unser Veranstalter nun überhaupt keinen Durchblick hatte und sich auch nicht mal mit Händen und Füßen verständigen konnte. Also runter vom Schiff und rein in die Schlange für die Zollabfertigung !!! Nun hatte ich auf dem Schiff schon heraus bekommen, dass bei der Einreise mit dem eigenen PKW, das Kennzeichen in den Pass eingetragen wird, man dann noch zu einem anderen Schalter muß, sich einen Stempel holen und alles ist gut…. Man kann einreisen !!!!

Bei uns stellte sich das Ganze nun ein wenig anders dar !!!
Wir waren 2 Personen und hatten insgesamt 8 Fahrzeuge bei ( 6 Buggy’s, den Zug-Pick-Up und den Anhänger )…
Viele Fragen ( auf französich natürlich ), die ich nicht verstand, da ich 0 französisch spreche….

Komische Blicke, wilde Gesten…..Boooahhh, wat geht hier ab….??!!
Zum Glück war „Steini“ so gnädigt und gab uns einen englisch sprechenden Helfer an die Hand, der ein wenig vermittelte…
Nach gut 1 Stunde hatten wir es dann auch endlich geschafft…. alle Fahrzeuge waren in unsere Pässe eingetragen, die Stempel geholt und dem Helfer noch 10 Euro „Schmiergeld“ in die Hand gedrückt…

NIE WIEDER !!!!! Hab ich mir gesagt…. aber wir mußten ja auch wieder zurück….!!

Jetzt begann das nächste Abenteuer…. mit dem Gespann durch die Nacht ( es war nämlich schon wieder dunkel ) durch die Großstadt Tunis !!! Aber erst einmal Tanken..

Tanken bei Nacht i Tunis
Tanken bei Nacht in Tunis

Mein Passmann rein in den Laden und gefragt, ob sie Autogas haben. Ja, haben sie…also ran an die Zapfsäule…Schlauch raus…Mist, der Anschluss passt nicht….
Er hatte natürlich keinen passenden Adapter dabei…

Naja, nicht mein Problem, er muß ja bezahlen. Und bei 25 Liter Verbrauch des 8 Liter V8, da tut es schon weh, wenn man Super tanken muss !!!!
Wir hatten ja auch nur noch ca. 500 Kilometer in den Süden von Tunesien….

Ist ja nicht mehr weit !!!! Inzwischen haben wir es ungefähr 23.00 Uhr.
Also weiter auf einer gut ausgebauten Straße Richtung Süden… !! Wir sind so ca. 150 Kilometer gefahren, als es plötzlich knallt und der Anhänger anfängt auszubrechen….!

Mitten in der Wüste, keine Straßenbeleuchtung, stockfinster und weit und breit kein Helfer zu sehen….
Hier mal ein Foto von dem zerfetzten Reifen…

den hat's ordentlich zerrissen...
den hat’s ordentlich zerrissen…

Wir fahren also mit dem platten Reifen weiter… Ganz vorsichtig, damit der Anhänger nicht ausbricht…. Funkenflug durch die Felge inklusive !!!
Nach ca. 25 Kilometern kam dann doch endlich eine Tankstelle ( die auch noch offen hatte ) !! Also war erst einmal Reifenwechsel angesagt !!! Und was soll ich sagen… Der Reservereifen war platt !!!

Das darf doch nicht war sein !!!
Dank der Hilfe des Tankstellenbetreibers hatten wir bald einen Eimer Wasser zur Hand und haben erstmal den Reifen geprüft !!Jau, er hatte ein Loch, wie soll es auch anders sein !!! Da wir für die Buggy’s Reifenpilot dabei hatten, musste dieses Hilfsmittel jetzt für den Reservereifen herhalten.
Inzwischen war ein Team der Rallye eingetroffen und wir waren nicht mehr alleine…

Nach ca. 1, 5 Stunden sind wir dann doch weiter gekommen. Ich hatte zwar ne Abenteuerreise gebucht, aber so hab ich mir das nun wirklich nicht vorgestellt !!! Wir sind die gesamte Nacht durchgefahren.

Inzwischen haben den 17.03. und es morgens um 06.00 Uhr.
So sieht unser Camp ja schon mal nicht schlecht aus !!!

Hier die Anfahrt zum Camp….

Zufahrtsweg zur Oase
Zufahrtsweg zur Oase

Als nächstes sieht man das Schild welches den Weg zur Unterkunft weist !
Restaurant, Bar, Pool
Bin mal gespannt wie das dort aussieht…ist ja nicht mehr weit…!!

Hier nun der sandige Vorplatz, auf dem die Tagesgäste parken durften.

Wir müssen noch mal rechts abbiegen und haben dann dort unseren Standplatz für die nächste Woche….

So und hier nun unser Platz, an dem der Anhänger und die Buggy’s für die nächste Woche zu Hause sind

Der Eingang zu der feudalen Unterkunft.

Gleich links ist die Rezeption und die Bar....
Gleich links ist die Rezeption und die Bar….

Und nun kommen wir zum Highlight der gesamten Anlage.
Wir hatten Doppelzimmer mit Poolblick gebucht….
Und was haben wir bekommen ??
Hier nun Bilder von unserer Unterkunft….

Innenhof den Anlage
Innenhof den Anlage
So sehen sie aus, unsere Doppelzimmer
So sehen sie aus, unsere Doppelzimmer
Wer nimmt welches Zimmer ???
Wer nimmt welches Zimmer ???

Und im Innern fanden wir dann ein schönes Doppelbett mit jeweils einem Nachtisch…..
Weiter nichts !!!

nächstes mal räumen wir auf
Nächstes Mal räumen wir auf

Nachdem wir alles in den Zelten verstaut hatten, mußten die Fahrzeuge abgeladen werden…
Achso, ich hab ja noch was Wichtiges vergessen…
Also kurz in Gedanken noch mal zurück zum Morgen ( ich hoffe ihr könnt so schnell umschalten beim Lesen  )

Nachdem wir mit unserem Zug angekommen waren, stellte mein Passmann und wie ihr ja schon wisst Veranstalter, plötzlich fest, dass wir ja gar keine Getränke für die Truppe hatten und außerdem ging der Spritvorrat des Pick Up zu Ende.Und zu guter letzt waren alle Reservekanister, die wir für die Buggy’s mitgenommen hatten auch noch leer.

Ja, was soll ich sagen….wir mußten Getränke und Sprit besorgen…..
Nur wo ????
Ich konnte es nicht glauben, nachdem wir die gesamte Nacht durchgefahren sind und nun schon so ca. 24 Stunden auf den Beinen waren, mußten wir in die nächste Stadt.

Das hieß, wir mußten 150 Kilometer nach Douz fahren um Sprit und Getränke zu kaufen.

Wohl gemerkt eine Tour !!!!

Inzwischen hatten wir gehört, dass die anderen Teilnehmer gut in Tunis gelandet sind und auch schon mit dem Taxi auf dem Weg in Richtung Oase waren.
Wir mussten also einen Zahn zu legen, damit wir wieder pünktlich zurück waren. Dementsprechend sind wir die Strecke auch gefahren.
Als wir dann gegen Mittag ca. 13. 00 Uhr wieder am Camp waren, kam dann auch kurze Zeit später die Truppe mit dem Taxi an !!

So nun sind wir wieder beim Abladen !!!
Da wir ja nun alle heiß waren, im Sand zu spielen, mußten die Buggy’s natürlich vom Anhänger runter.

Die Buggy’s waren schnell abgeladen, sodass wir dann so langsam loslegen konnten !!!

Weiter geht es dann im nächsten Kapitel….

Gruß

Bibo & Tanja

über Stephan

Hi, ich bin Bibo (50), fest angestellt bei dem größten Sicherheitsunternehmen in Berlin und nebenberuflich leidenschaftlicher Reiseblogger. Trotz meines Alters zieht es mich immer wieder im Rahmen meines jährlichen Sabbaticals mit dem Rucksack nach Südostasien.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Die Auszeitnomaden bei Facebookschliessen
oeffnen